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Archiv für August 2009

Neu im Netz: Der Marketing-Club-Nürnberg

Donnerstag, 27. August 2009

Die letzten Monate haben wir eifrig am Relaunch der Internetpräsenz des Marketing-Clubs Nürnberg gearbeitet. Wir freuen uns jetzt, allen Mitgliedern, Förderern und Freunden des Clubs den überarbeiteten Internetauftritt präsentieren zu können.

Marketing-Club Nürnberg

Folgendes hat sich geändert:

  • Das Design wurde aufgefrischt und dem neuen Corporate Design angepasst
  • Die technische Basis wurde modernisiert, die Seite hat ein Content-Management-System bekommen, so dass Änderungen künftig viel schneller und unkomplizierter möglich sind.
  • Einige neue Inhalte wurden integriert, beispielsweise werden jetzt die Förderer des Clubs prominent platziert, für Interessenten stehen unter den Rubriken “Club-Daten” und “Warum Mitglied werden” erweiterte Informationen zur Verfügung, es gibt einen News-Bereich, etc.
  • Zukünftig können Besucher über die Webseite Feedback zu den vergangenen Veranstaltungen abgeben und Ihre Ideen für zukünftige Veranstaltungen an die Geschäftsstelle schicken.

Wir wünschen allen Mitgliedern viel Freude mit der neuen Webseite!

Online Reputationsmanagement

Donnerstag, 13. August 2009

Soeben bin ich über myimagecontrol ein weiteres Startup gestoßen, dass sich mit dem Thema Online-Reputationsmanagement befasst. Mittleweile gibt es auch in diesem Bereich einige Dienstleister, die das Netz nach Beiträgen absuchen und gegebenenfalls dagegen vorgehen. Das größte deutschsprachige Projekt scheint mir MyOnID zu sein, auf die Schnelle habe ich noch Deinguterruf gefunden.

Ja, hierbei handelt es sich um ein echtes Reizthema – und zwar nicht nur für Privatpersonen, die absichtlich oder unabsichtlich manchmal unschöne Spuren im Netz hinterlassen. Vor allem Unternehmen sollten verstärkt auf Ihren guten Ruf im Internet achten. Zahlreiche Interessenten mit Kaufabsicht informieren sich gerne im Vorfeld, welche Erfahrungen andere Menschen mit den Produkten und Dienstleistungen gemacht haben. Das mag bei einer kleineren Anschaffung nicht die große Rolle spielen – wenn es aber um ein neues Handy, ein neues Auto oder gar um den eigenen Hausbau geht, dann werden Bewertungen und Kommentare im Web immer wichtiger. Jetzt muss man hierzu nicht gleich einen teuren Experten beauftragen, der eigene Ruf lässt sich auch recht gut mit einfachen Bordmitteln überprüfen:

  • Googeln Sie Ihren Firmennamen – OK, da wären Sie jetzt wahrscheinlich auch selbst darauf gekommen. Wenn aber über Sie sehr viel im Netz zu finden ist, dann sollten Sie Ihre Suche erweitern. Klicken Sie auf den Link “erweiterete Suche” am rechten Rand des Google-Eingabefeldes. Hier können Sie jetzt den Zeitraum einschränken und sich beispielsweise nur Ergebnisse des letzten Monats oder der letzten Woche anzeigen lassen.
  • Abonnieren Sie sich wichtige Keywords als RSS-Feed in iGoogle: Wenn Sie beispielsweise Fertighäuser anbieten, dann macht es Sinn, sich zu bestimmten Keywords (z.B. Ihrem Firmennamen oder die Namen Ihrer Konkurrenten) eine personalisierte Suche in iGoogle einzurichten. Dadurch werden aktuelle Nachrichten, die in Google-News erscheinen auf Ihrer Startseite angezeigt. Eine ähnliche Funktionalität bietet der Service Google-Alert, hier bekommen Sie die Ergebnisse dann per E-Mail zugeschickt.
  • Bewertungsportale bookmarken und regelmäßig besuchen: Setzen Sie sich auf jeden Fall ein Lesezeichen zu allen Bewertungsportalen, auf denen Ihre Dienstleistungen und Produkte kommentiert werden und surfen Sie regelmäßig, etwa einmal im Monat vorbei um nach dem rechten zu sehen.
  • Twitter ist in aller Munde – aber woher wissen Sie, was so über Sie getwittert wird? Ganz einfach: unter search.twitter.com kann man Tweets, die Twitter-Artikel durchsuchen. Neben der Volltextsuche kann man auch nach Tweets suchen, die von einer bestimmten Person geschrieben wurden, nach Tweets für eine bestimmte Person, oder nach Tweets, die an einem bestimmten Ort geschrieben wurden. Außerdem kann man das Datum der Tweets einschränken (seit einem bestimmten Datum oder bis zu einem bestimmten Datum). Außerdem gibt es seit kurzer Zeit eine Xing-Applikation namens TwitterBuzz. Hier geben Sie einfach Ihre Suchbegriffe an, und dann sehen Sie auf Ihrer Xing-Startseite immer live, wer gerade so über Sie twittert – das kann hochinteressant sein, zumal Sie dann vielleicht auch direkt reagieren können.

Wenn Sie dann schließlich einen unsachlichen oder negativen Beitrag über sich oder ihr Unternehmen finden, dann können Sie entsprechend reagieren. Doch Vorsicht, oft ist die verbale Brechstange oder die reflexartige Drohung mit dem eigenen Anwalt nicht der richtige Weg. Schauen Sie also genau hin: Handelt es sich vielleicht um einen unzufriedenen Kunden, der sich berechtigterweise über Sie beschwert? Vielleicht ahnen Sie ja um wen es sich handelt oder es geht aus der Bewertung hervor?! Nehmen Sie doch einfach Kontakt auf und versuchen Sie die Sache wieder in Ordnung zu bringen. Dann zieht er vielleicht seine Bewertung zurück und Sie haben darüber hinaus einen loyalen Stammkunden behalten. Sollte das nichts bringen, dann bringen  Sie sich doch einfach in die Diskussion ein und stellen so ein Glecihgewicht der Meinungen her. EIn potentieller Leser sieht dann beide Seiten und kann sich ein objektiveres Urteil bilden. Wenn es sich offensichltich um Verunglimpfungen von Konkurrenten oder ungerechtfertigte Ausfälligkeiten handelt (alles schon vorgekommen…), dann hilft vielleicht eine Mail an den Betreiber der Seite. Nur wenn das eben geschilderte nichts bringt sollte man als letztes Mittel einen Anwalt einschalten.

Fazit: Haben Sie keine Angst vor dem Internet! Das Netz ist mehr Chance als Bedrohung, wenn Sie gute Produkte und einen guten Service anbieten, dann wird das Netz zu Ihrem besten Vertriebler werden! Halten Sie aber die Augen auf und bringen Sie sich in die Gespräche, die online über Ihr Unternehmen geführt werden mit ein.

Firmen-WIKIs helfen beim Wissensmanagement

Mittwoch, 12. August 2009

Nach längerer Abstinez wird es mal wieder Zeit für einen neuen Beitrag in diesem Blog ;-)

Gerade bin ich auf einen interessanten Beitrag in der Financial-Times gestoßen, es geht darum, dass die WIKI-Technologie in immer mehr Firmen zum internen Wissensmanagement eingesetzt wird. Diese Erfahrung machen wir nicht nur bei Kundenprojekten, auch im eigenen Unternehmen setzen wir mittlerweile ein WIKI ein, um schnell und unkompliziert Informationen verfügbar zu machen.

Firmen-WIKIs funktionieren nach demselben Prinzip wie WIKIPEDIA. Nutzer können Inhalte lesen, Informationen hinzufügen oder bestehende Artikel weiterentwickeln. Dabei wird die Historie der Entwicklung dokumentiert, das heißt man kann nachvollziehen, wer wann welche Änderungen gemacht hat und gegebenenfalls schnell auf frühere Versionen zurückspringen. Was außerdem viele Unternehmen reizt ist die Tatsache, dass die WIKI-Technologie mit sehr geringen Kosten eingeführt werden kann. Es gibt auf dem Markt zahlreiche Open-Source-Projekte, das prominenteste ist sicherlich die Software Media-Wiki, die ursprünglich für WIKIPEDIA geschrieben wurde und jetzt kostenlos von jedermann genutzt werden kann.

Allerdings kommt auch bei einem Firmen-WIKI der Erfolg nicht von selbst, folgende Faktoren sind aus unserer Erfahrung entscheidend, damit sich ein WIKI als interne Informationsplattform etabliert:

  • Vorbefüllung: Es ist eine Illusion zu glauben, dass eine funktionierende Wissensplattform aus dem nichts heraus entstehen kann. Je mehr Information bereits zum Start im WIKI ist, desto besser. Mitarbeitern tun sich viel leichter damit, bestehende Informationen abzuändern und zu ergänzen anstatt völlig frei neue Artikel zu verfassen. Mangelnde Beteiligung ist ein großes Problem in vielen Firmen-WIKIs!
  • Personalisierung: Anonymität ist bei einem WIKI fehl am Platze. Hier sollte klipp und klar ersichtlich sein, wer wann welche Informationen bearbeitet hat. Sonst läuft man leicht Gefahr, dass das WIKI als anonyme Kritikplattform missbraucht wird.
  • Kritikfähigkeit: Vorgesetzte mit einem autoritären Führungsstil sollten sich gut überlegen, ob Sie wirklich ein WIKI installieren möchten. Die Möglichkeit der freien Editierbarkeit führt ganz natürlich dazu, dass Meinungsverschiedenheiten offen ausgetragen und dokumentiert werden. Aber will man nicht genau das erreichen? Faires Ringen um die beste Lösung statt Schweigen im Walde?!