Topbild

Firmen-WIKIs helfen beim Wissensmanagement

Nach längerer Abstinez wird es mal wieder Zeit für einen neuen Beitrag in diesem Blog ;-)

Gerade bin ich auf einen interessanten Beitrag in der Financial-Times gestoßen, es geht darum, dass die WIKI-Technologie in immer mehr Firmen zum internen Wissensmanagement eingesetzt wird. Diese Erfahrung machen wir nicht nur bei Kundenprojekten, auch im eigenen Unternehmen setzen wir mittlerweile ein WIKI ein, um schnell und unkompliziert Informationen verfügbar zu machen.

Firmen-WIKIs funktionieren nach demselben Prinzip wie WIKIPEDIA. Nutzer können Inhalte lesen, Informationen hinzufügen oder bestehende Artikel weiterentwickeln. Dabei wird die Historie der Entwicklung dokumentiert, das heißt man kann nachvollziehen, wer wann welche Änderungen gemacht hat und gegebenenfalls schnell auf frühere Versionen zurückspringen. Was außerdem viele Unternehmen reizt ist die Tatsache, dass die WIKI-Technologie mit sehr geringen Kosten eingeführt werden kann. Es gibt auf dem Markt zahlreiche Open-Source-Projekte, das prominenteste ist sicherlich die Software Media-Wiki, die ursprünglich für WIKIPEDIA geschrieben wurde und jetzt kostenlos von jedermann genutzt werden kann.

Allerdings kommt auch bei einem Firmen-WIKI der Erfolg nicht von selbst, folgende Faktoren sind aus unserer Erfahrung entscheidend, damit sich ein WIKI als interne Informationsplattform etabliert:

  • Vorbefüllung: Es ist eine Illusion zu glauben, dass eine funktionierende Wissensplattform aus dem nichts heraus entstehen kann. Je mehr Information bereits zum Start im WIKI ist, desto besser. Mitarbeitern tun sich viel leichter damit, bestehende Informationen abzuändern und zu ergänzen anstatt völlig frei neue Artikel zu verfassen. Mangelnde Beteiligung ist ein großes Problem in vielen Firmen-WIKIs!
  • Personalisierung: Anonymität ist bei einem WIKI fehl am Platze. Hier sollte klipp und klar ersichtlich sein, wer wann welche Informationen bearbeitet hat. Sonst läuft man leicht Gefahr, dass das WIKI als anonyme Kritikplattform missbraucht wird.
  • Kritikfähigkeit: Vorgesetzte mit einem autoritären Führungsstil sollten sich gut überlegen, ob Sie wirklich ein WIKI installieren möchten. Die Möglichkeit der freien Editierbarkeit führt ganz natürlich dazu, dass Meinungsverschiedenheiten offen ausgetragen und dokumentiert werden. Aber will man nicht genau das erreichen? Faires Ringen um die beste Lösung statt Schweigen im Walde?!

Hinterlasse eine Antwort